Urhanseatisch: Hamburger Unternehmen fördern MINT und Mädchen

Hamburg, 30. Mai 2016 – MINT-Förderung ist mehr als nur Fachkräftesicherung. Es ist Engagement für die Region und die Menschen, die darin leben – und damit etwas „Urhanseatisches“, so der neue Staatsrat der Wirtschaftsbehörde Dr. Rolf Bösinger. Drei urhanseatische Unternehmen sind seinen Worten nun gefolgt: Die Eppendorf AG, der NDR und Stromnetz Hamburg engagieren sich aktiv für das Mädchenförderprogramm „mint:pink“, das mittlerweile 190 Neuntklässlerinnen aus 13 Schulen Begegnungen und Einblicke in technikgetriebene Unternehmen, Hochschulen und Labore ermöglicht.   

Es sind Entscheidungen für Hamburg, die Karin Pfäffle motivieren – wie die Entscheidung, Geschäftsführerin der Stromnetz Hamburg GmbH zu werden, oder aktuell, Nachwuchsprojekte gemeinsam mit NAT zu fördern und umzusetzen: Karin Pfäffle nimmt sich Zeit für das Thema, das ihr am Herzen liegt, den Nachwuchs, den viele technisch getriebene Unternehmen und damit die Metropolregion jetzt und in Zukunft benötigen, um etwa das „Beste im Norden“, Life Science, aber auch Klimaschutz und Energiewende voranzubringen: „Wir werden uns in den kommenden Jahren einem Demografischen Wandel stellen müssen, am Bedarf orientiert ausbilden sowie vorhandenes Know-how sichern.“, sagt Pfäffle.  Für die mint:pink-Idee war die frühere Gleichbehandlungsbeauftragte daher sofort Feuer und Flamme. „Bei uns kann gefragt, erfahren und experimentiert werden“, verspricht sie. Etwa eine Trafoumschaltung im Umspannwerk, Tests im Hochspannungsbereich oder live mitzuerleben, wie die Netzführung das gesamte Stromverteilungsnetz in Hamburg über Monitore steuert und überwacht. 

Ein Engagement, das Staatsrat Rolf Bösinger mit dem Begriff Corporate Social Responsibility belegt. „Engagierte Unternehmer sind immer auch Förderer und Gestalter der eigenen Region, sie übernehmen auch soziale und gesellschaftliche Verantwortung“, lobt Bösinger. Den Senat und die Wirtschaftsbehörde hat vor allem die mint:pink Idee überzeugt,  das Tor zu den Naturwissenschaften so lang wie möglich für Mädchen, Abiturientinnen und Studienanfängerinnen offenzuhalten. In dem Programm treten schon Neuntklässlerinnen in den Austausch mit Ingenieuren und Wissenschaftlern, entdecken die Welt der Naturwissenschaften in Forschung wie Praxis und lernen dabei Gleichgesinnte kennen. Im dritten Durchgang etwa auch gilt dies auch für einen Besuch im NDR-Ausbildungsstudio oder beim Laborgerätehersteller Eppendorf. „mint:pink wirkt“, fasst Initiatorin Sabine Fernau die Sogwirkung ihres Programms zusammen, „nicht nur bei den Teilnehmerinnen. Auch die Unternehmen fühlen sich angesprochen.“

mintpink und Initiative NAT

Das Programm mint:pink ermöglicht Mädchen in der 9. und 10. Klasse durch Begegnungen mit Menschen in Unternehmen, Hochschulen und Institute Einblicke in die Welt der angewandten Naturwissenschaften. Projektpartner sind die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die Körber-Stiftung sowie die Joachim Herz Stiftung. Die Hamburger Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Katharina Fegebank, ist Schirmherrin.  Seit 2007 entwickelt NAT erfolgreich Projekte für den naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchs. Zu ihren Trägern gehören neben den fünf Hochschulen, HAW Hamburg, TU Hamburg, Universität Hamburg, HafenCity Universität und Helmut-Schmidt-Universität auch die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die Hamburger Technologie-Stiftung, die Körber-Stiftung sowie das Großforschungszentrum DESY.

Für Rückfragen:

NAT, Sabine Fernau, Telefon: 040-328 91 98 51

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Susanne Meinecke, Telefon: 040-428 41 22 39

Stromnetz Hamburg, Anette Pohlken-Appel, Telefon: 040-492 02 83 33