Schüler bauen Rastertunnelmikroskop

17.06.2011

Was haben Rastertunnelmikroskop, Nanotechnologie und ein Brennstoffzellenwettbewerb gemeinsam? Alle drei sind Bestandteil der naturwissenschaftlichen, jahrgangsübergreifenden und erfolgreichen Nanex-AG an der Sankt-Ansgar-Schule in Hamburg. Bereits am 16. Juni haben zwei Gruppen der Nanex-AG jeweils den ersten Preis im zero-emission-Wettbewerb  „Wer baut das schnellste Brennstoffzellenboot?“ gewonnen. Am 22. Juni wird die AG nach einem Jahr gemeinsamer Bauzeit mit dem Institut für Angewandte Physik (UHH) ein selbstgebautes Rastertunnelmikroskop einweihen.

Ein Rastertunnelmikroskop ermöglicht einen Blick in die Nanowelt. Es kann Strukturen sichtbar machen kann, die kleiner als die Wellenlänge von sichtbarem Licht sind. Nanotechnologie ist der Oberbegriff für einen Wissenschafts- und Technologiezweig, der sich der Erforschung, Bearbeitung und Produktion von Gegenständen und Strukturen widmet, die kleiner als 100 Nanometer sind.  Beim Brennstoffzellenboot lassen sich zum Beispiel die Strömungswiderstände am Bootsrumpf auf Prozesse im Nanobereich zurückführen.

Der Wunsch, ein Rastertunnelmikroskop zu bauen, entstand nach einem Besuch von den beiden Physiklehrern Ansgar Adamski und Martin Biebl im Institut für Angewandte Physik an der Universität Hamburg. Ein Bausatz war in der Schule vorhanden, jedoch fehlten Detailinformationen zur konkreten Ausführung. Heiko Fuchs vom Institut für Angewandte Physik initiierte eine Kooperation und mit tatkräftiger Unterstützung durch den Elektronikingenieur Michael Langer ist das Rastertunnelmikroskop nun fertig und steht der AG zur Verfügung.

Ort:
Sankt-Ansgar-Schule
Bürgerweide 33, 20535 Hamburg

Zeit:
22.6.2011, 10:00 – 12.00 Uhr

Kontakt:
Initiative NaT, Sabine Fernau, Mobil: 0173-8553106

Über die Initiative Nat:

Gemeinsam mit Unternehmen und Hochschulen engagiert sich die Initiative NaT für den naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchs und unterstützt Schulen darin, den Unterricht künftig praxisbezogener zu gestalten. Die Zielsetzung: Jugendliche sollen ganz praktisch begreifen, wozu die Fächer  Physik, Informatik, Chemie und Mathematik eigentlich nützlich sind.

Weitere Infos unter www.initiative-nat.de

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