Mehr Mädchen für MINT gewinnen

06.03.2013

Einblicke in Forschung und Unternehmenspraxis gewähren, Orientierung für die Studien- und Berufswahl geben, Lehrerinnen und Lehrer für die Ermutigung von Mädchen in Naturwissenschaften und Technik sensibilisieren.

Schulübergreifendes Projekt „Fünf Mädchen ins NAT-Profil“ startet

Einblicke in Forschung und Unternehmenspraxis gewähren, Orientierung für die Studien- und Berufswahl geben, Lehrerinnen und Lehrer für die Ermutigung von Mädchen in Naturwissenschaften und Technik sensibilisieren. Auf diese Bausteine setzt ein schulübergreifendes Projekt, das die Initiative NAT im März startet.

Inhaltlich ruht das Projekt auf drei Säulen: Nach einer Vorbereitungs- und Entwicklungsphase, in die NAT die beteiligten Schulen einbezieht, beginnt Ende 2013 ein Programm für Neuntklässlerinnen, das den Titel mint:pink trägt. Dabei besuchen insgesamt bis zu 100 Schülerinnen über ein Jahr an mehreren Tagen Unternehmen, Hochschulen und Labore. Begleitet wird dies schulübergreifend durch einen Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmerinnen. In der dritten Projektphase erhalten die Mädchen, die sich für ein NAT-Profil in der Oberstufe entscheiden, bis zum Abitur Angebote zur Studien- und Berufsorientierung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Durch den dreistufigen Aufbau ist gewährleistet, dass die Schülerinnen über eine mehrjährige Phase kompetent betreut werden und das Projekt fest in den Schulen verankert werden kann.

„Mit unserem Projekt möchten wir Mädchen ermutigen, sie begleiten und fördern, ihnen auf diese Weise das Tor zu den Natur- und Ingenieurwissenschaften offen halten“, erläutert NAT-Geschäftsführerin Sabine Fernau ihre Motivation. „Schülerinnen sollen die Gelegenheit erhalten, MINT* als Option für den Lebensweg wahrzunehmen. Denn gerade in den Natur- und Ingenieurwissenschaften stehen ihnen alle Karrierechancen offen.“

Die Initiative NAT hat für das Projekt „Fünf Mädchen ins NAT-Profil“ engagierte Partner gewinnen können: Die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) unterstützt mit einer Anschubfinanzierung. Die Körber-Stiftung beteiligt sich an dem Projekt sowohl finanziell als auch operativ. Schirmherrin ist Jana Schiedek, Präses der Behörde für Justiz und Gleichstellung: „Ich engagiere mich gerne für ein Projekt, das junge Frauen ermutigt, natur- und ingenieurwissenschaftliche Studien-und Berufswege einzuschlagen. Uns ist es wichtig, die Chancengleichheit von Frauen zu verbessern und den Anteil der weiblichen Fachkräfte in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Berufen zu erhöhen. So stärken wir langfristig auch den Wirtschaftsstandort Hamburg.“

*Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik

Pressekontakt:

Dr. Susanne Winterberg
E-Mail: susanne.winterberg[at]initiative-nat.de
Telefon: 040 60950212
Mobil: 0172 3160748

Weitere Informationen unter www.initiative-nat.de

NAT vernetzt Hamburger Unternehmen, Organisationen, Schulen und Hochschulen mit dem Ziel, den naturwissenschaftlichen Unterricht praxisbezogener und gleichzeitig attraktiver zu machen. Sie ist Anstifterin und Begleiterin dieser Kooperationen, organisiert gemeinsame Projekte sowie Veranstaltungen und stellt den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Beteiligten sicher.

Hamburg, 6. März 2013. Was haben Oberstufenprofile mit den profilgebenden Fächern Physik, Chemie oder Informatik gemeinsam? Sie werden überwiegend, an manchen Schulen sogar nur, von Jungen angewählt. Das will die Initiative NAT ändern. Seit sechs Jahren engagiert sie sich für den naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchs in Hamburg. Jetzt geht sie erstmalig mit einem Projekt an den Start, das sich ausschließlich an Schülerinnen richtet: „Fünf Mädchen ins NAT-Profil“. Der Titel ist zielführend: Damit sich bei der Profilwahl mindestens fünf Mädchen pro Schule für die bislang von Jungen dominierten Fächerkombinationen entscheiden, werden interessierte Schülerinnen schon in der Mittelstufe angesprochen und erhalten konkrete Einblicke in Forschung und Praxis der Natur- und Ingenieurwissenschaften.