Astronautin gesucht – mint:pink kooperiert mit Raumfahrtprojekt

11.11.2016

Hamburg, 07. November 2016 – „Wie werde ich Astronautin?“ Nicht jede Neuntklässlerin wird sich diese Frage schon gestellt haben. Auch nicht, wenn sie sich gerade für das Nachwuchsprogramm mint:pink bewirbt, das Hamburger Schülerinnen naturwissenschaftliche Berufsperspektiven im Austausch mit Unternehmen, Laboren und Hochschulen konkretisiert. Aber das Programm mit jährlich 200 Teilnehmerinnen sorgt im vierten Durchgang zumindest dafür, dass die Frage ernsthaft gestellt werden darf – und auch beantwortet wird: mint:pink wird Partner des Projektes „Die Astronautin“.

„Wie werde ich Astronautin?“ Über 400 hoch qualifizierte Frauen, darunter Luft- und Raumfahrtingenieurinnen, Physikerinnen und Chemikerinnen, haben sich diese Frage nicht nur gestellt, sie haben sich bei dem Projekt "Die Astronautin" beworben. Initiatorin des Auswahlprozesses ist Claudia Kessler, die eine geeignete Kandidatin für eine einwöchige Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) in 2020 sucht.

Parallel zum Projekt soll ein Bildungsprogramm entstehen – mit zahlreichen Anknüpfungspunkten für das Nachwuchsprogramm mint:pink. So ist ein eigener Programmtag denkbar im Schullabor der Technischen Universität Hamburg („DLR_School_Lab TUHH“) oder ein Besuch im DLR. „Auf alle Fälle besuchen wir das Finale in Bremen und fiebern am 1. März 2017 mit“, so Sabine Fernau. Die Geschäftsführerin der Initiative NAT möchte die Mädchen mit ihrer Begeisterung für das ungewöhnliche Casting anstecken „und wer weiß, vielleicht ist unter den nächsten Kandidatinnen eine ehemalige mint:pink-Teilnehmerin!“

mint:pink will Schülerinnen mehr Mut für berufliche Perspektiven mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, kurz MINT machen, sie untereinander vernetzen und ihnen Einblicke in die Praxis von Ingenieurinnen und Wissenschaftlerinnen mit in die Oberstufe geben. Mehr Mut, das ist auch das Anliegen von Claudia Kessler: Oft hat die Raumfahrtenthusiastin den Eindruck, dass gerade Frauen die eigenen Ansprüche zu schnell absenken. Die Geschäftsführerin von HE Space, einer Personalvermittlung für die Raumfahrt, hat schon an vielen Auswahlprogrammen für Raumfahrtingenieure mitgewirkt und dabei festgestellt: „Den Bewerbungen von Frauen mangelt es an Selbstvertrauen.“

Nach einem MINT-Studium kann man nach den Sternen greifen, findet Brigitte Zypries, die als Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt beide Projekte unterstützt. „Es ist mein Ziel, Frauen und Mädchen für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.“ Dem haben Claudia Kessler und Sabine Fernau nichts hinzuzufügen – außer vielleicht die Überzeugung, dass es in einem Technologie-Land mit einer Physikerin im Bundeskanzleramt auch möglich sein sollte, eine Frau in den Weltraum zu schicken!

Ansprechpartnerin mint:pink: Sabine Fernau, sabine.fernau@initiative-nat.de, Telefon 0173-8553106
Ansprechpartnerin Die Astronautin: Claudia Kessler, ckessler@hespace.com

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