Bericht dreier mint:pink Teilnehmerinnen, Heilwig Gymnasium

29.04.2017

Mascha, Martha und Liv-Inga, drei Schülerinnen der Klasse 9c am Heilwig-Gymnasium haben an ihrem ersten mint:pink Labortag nicht nur die stabilste Sandburg ihres Lebens gebaut, sondern ihre Erfahrungen anschließend auch noch festgehalten. Hier ihr Bericht für den sich die NAT-Redaktion ganz herzlich bedankt!

Im Geotechniklabor der TUHH

Die Luft ist stickig in dem kleinen Raum, der fast vollständig von einem Metalltisch in der Mitte eingenommen wird. Darauf stehen allerhand Gefäße, Schaufeln und kiloweise Sand bereit, doch wir, die Mädchen der neunten Klassen, die an mint:pink teilnehmen, gucken interessiert auf die Power-Point-Präsentation, die Göta Bürkner vorbereitet hat. Die Diplom-Geologin der TUHH zeigt uns anhand einiger Versuche, was man mit Sand alles machen kann, warum die Arbeit der Geotechniker so wichtig ist und was wir genau vorhaben. Unsere Aufgabe klingt erst einmal recht einfach: Sandburgen bauen. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht, denn wir müssen nicht etwa die schönste oder kreativste Sandburg bauen, sondern die stabilste. Noch dazu ist das Ganze ein Wettbewerb.

Traglast einer Sandburg

In Zweier- oder Dreier-Teams müssen wir aus Sand, Wasser, Stofflappen und Strohhalmen ein Konstrukt mit einer vorgegebenen Mindesthöhe bauen, das möglichst viel Gewicht tragen soll, und eine Prognose abgeben, wie viel Gewicht es trägt. Und das alles in etwa zwei Stunden. All diese Werte, also Höhe, geschätzte Traglast und tatsächliche Traglast werden in eine Formel eingetragen und in Punkte umgewandelt. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt. Doch wie misst man die Traglast einer Sandburg? Das ist gar nicht so schwer: Mit einer Maschine, die so lange den Druck auf die Burg erhöht, bis diese zusammenbricht oder um 20 Millimeter geschrumpft ist. Der höchste gemessene Wert ergibt dann die Traglast.

Ungefiltert

Ideenklau und Nachbarschaftshilfe

Wir beginnen mit dem Bau und jeder geht die Sache etwas anders an. Einige setzen auf Höhe, andere versuchen sich zuerst an einem Fundament. Jeder macht sich Gedanken über Strohhalme und Lappen und die ersten beginnen auch, diese einzusetzen. Man kommt auf die Idee, die Strohhalme mit Sand zu befüllen, um ihre Tragfähigkeit zu verstärken. Wer damit angefangen hat, weiß keiner so richtig, jeder „klaut“ von jedem. Doch so richtige Wettbewerbsstimmung kommt nicht auf, denn so viel man „klaut“, so viel hilft man sich auch gegenseitig. Stürzt einer der Türme ein, bekommt man Tipps für den nächsten Versuch und auch das ganze Material teilt man sich schwesterlich. Fast das Ganze! Vom zugeteilten Sand will keiner etwas abgeben und als die erste Gruppe merkt, dass ihr der Sand ausgeht, sparen die anderen umso mehr.

Letzte Strohhalme im feuchten Sand

Stück für Stück wachsen die Türme über die vorgegebene Höhe hinaus, Lappen werden zerschnitten, Strohhalme in den feuchten Sand gerammt und das erste Gebilde ist bereit zum Test. Die anderen Gruppen bauen wie besessen weiter und warten gespannt auf die Ergebnisse aus dem Testraum. Nur noch drei Teams sind übrig, Rekord um Rekord wurde schon aufgestellt, und nun setzt die letzte Gruppe nochmal einen oben drauf: 14 Kilo hält ihre Konstruktion. Alle sind von der Leistung beeindruckt, Urkunden werden verteilt und ein interessanter Tag mit vielen Erfahrungen geht mit einem leckeren Essen in der Uni-Mensa zu Ende.

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