MINT-Profil und dann?

14.06.2013

MINT studieren, in Hamburg bleiben: Hamburger Hochschulen stehen bei den Abiturienten 2013 hoch im Kurs.

Keine Frage, schon die Wahl eines Oberstufenprofils kann zukunftsweisend sein. Das gilt zumindest für die MINT*-Profile mit Physik, Chemie oder Informatik im Paket. 140 Oberstufenschüler aus 20 unterschiedlichen Schulen beantworteten den Online-Fragebogen der Initiative NAT zu ihren Zukunftsplänen, der Bewertung ihres Profils und der Zusammenarbeit mit Unternehmen und Hochschulen. Hier einige Ergebnisse im Überblick.

Hamburger Hochschulen hoch im Kurs

Was die befragten Schüler unterschiedlicher Schulen eint: In der Oberstufe haben sie technikgetriebene Unternehmen und Hochschulinstitute bzw. Fachbereiche der Natur- oder Ingenieurwissenschaften besucht. Sie haben eine Brücke von der Theorie in die Praxis geschlagen und das prägt: Neun von zehn Profilschülern wollen nach dem Abitur studieren, davon sieben ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Fach. Bezogen auf die männlichen Abiturienten sind es sogar 76 Prozent. Dabei steht Hamburg hoch im Kurs: Zwei Drittel aller Schulabgänger dieses Jahrgangs streben ein Studium in der Hansestadt an.

Unternehmen punkten

Rückblickend geben die Abiturienten nicht nur ihrem Profil eine gute Note (der Notenschnitt liegt bei 1,75). Auch mit den Kooperationen sind sie sehr zufrieden: 84 Prozent der Befragten bewerten Kooperationen mit Unternehmen als sehr gut oder gut. Im letzten Jahr hatte der Wert der Zustimmung noch bei 75 Prozent gelegen. Wichtig ist den Schulabgängern vor allem, Berufsanforderungen (91 Prozent) sowie unterschiedliche Berufsbilder (78 Prozent) kennen gelernt zu haben.

Kompass gefragt

Uni, Fachhochschule, Ausbildung oder duales Studium: Die Bandbreite an Möglichkeiten und Studienangeboten ist riesig. Kein Wunder, dass sich die Abiturienten mehr Orientierung wünschen. Nicht nur, was die Studieninhalte betrifft, sondern auch für die beruflichen Anforderungen und den Arbeitsalltag danach. Insbesondere Mädchen formulieren hier einen deutlichen Arbeitsauftrag an die Kooperationspartner: Sie möchten noch mehr und unterschiedlichere Berufsbilder kennen lernen.

Zuspruch und Ansporn zugleich

Für die Initiative NAT ist es schon die dritte repräsentative Studie, die sie unter den Abiturienten aus Physik- und Chemieprofilen durchführt. Mit stetig verbesserten Ergebnissen. Für Sabine Fernau, Mitgründerin und Geschäftsführerin von NAT, eine schöne Bestätigung und Ansporn zugleich: „Wenn 80 Prozent der Befragten sagen, dass natur- oder ingenieurwissenschaftliche Berufe spannend sind, dann haben wir schon viel erreicht. Wenn sie aber zugleich tiefere Einblicke in diese Berufe erhalten wollen, dürfen wir nicht aufhören, noch mehr Interaktion mit der Praxis zu bieten.“ Die Initiative NAT will zukünftig vor allem Mädchen stärker ins „MINT-Boot“ holen und startet vor diesem Hintergrund das Programm mint:pink.

*Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik

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